Wachstumschancengesetz

Der Bundestag hat am 17.11.2023 das Wachstumschancengesetz verabschiedet. Es ist gegenüber dem Regierungsentwurf an einigen Stellen geändert und ergänzt worden. Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung das Wachstumschancengesetz in den Vermittlungsausschuss verwiesen. Die Länderkammer hatte sich daran gestört, dass die Bundesregierung ihre Änderungsvorschläge nur punktuell übernommen hatte.

Übersicht

Mit dem “Gesetz zur Stärkung von Wachstumschancen, Investitionen und Innovation sowie Steuervereinfachung und Steuerfairness” – kurz “Wachstumschancengesetz” – soll die Liquiditätssituation der Unternehmen verbessert werden. Außerdem sollen Impulse gesetzt werden, damit Unternehmen dauerhaft mehr investieren und mit unternehmerischem Mut Innovationen wagen können. Dies ist laut der Begründung des Gesetzentwurfs wichtig, um die Transformation der Wirtschaft zu begleiten sowie die Wettbewerbsfähigkeit, die Wachstumschancen und den Standort Deutschland zu stärken.

Daneben soll das Steuersystem an zentralen Stellen vereinfacht werden und durch Anhebung von Schwellenwerten und Pauschalen vor allem kleine Betriebe von Bürokratie entlastet werden.

Neuregelungen und Änderungen

Das Gesetzt ist sehr umfangreich, daher an diese Stelle eine Auswahl von hervorzuhebenden Maßnahmen:

  • Freigrenze von 1.000 EUR für Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung (zur Bürokratieentlastung).
  • Elektromobilität: Für die private Nutzung eines betrieblichen Kfz, das keine CO2-Emissionen hat, ist nur ein Viertel des Bruttolistenpreises oder der Anschaffungskosten anzusetzen, Dies soll ab 2024 gelten, wenn der Bruttolistenpreis nicht höher als 70.000 EUR ist (bisher 60.000 EUR).
  • Verbesserung der Abschreibungsregeln: Sofortabzug von Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 1.000 EUR – hiervon profitieren Unternehmer und Arbeitnehmer gleichermaßen, Wiedereinführung der degressiven Afa sowie erhöhte Sonderabschreibungen.
  • Erhöhung der Pauschalen von Verpflegungsmehraufwendungen (u.a von 28 EUR auf 32 EUR).
  • Streckung der Erhöhung der Rentenbesteuerung.
  • Anhebung der Schwellenwerte bei der Buchführungspflicht.

Dies stellt nur einen kleinen Ausschnitt des beabsichtigten Regelwerks dar, für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.