Steuerthemen zum Jahreswechsel 2021/2022

Zum Jahresende 2021 sind eine Reihe steuerrechtlicher Neuerungen mit Auswirkungen auf das laufende Jahr 2022 verabschiedet worden. An dieser Stelle weisen wir Sie auf einige wichtige Änderungen hin, weitergehende Informationen erhalten Sie gerne im persönlichen Gespräch mit uns.

Verlängerung der steuerfreien Corona-Prämie

Die Verlängerung der Zahlungsfrist für steuerfreie “Corona-Beihilfen” bis zum 31. März 2022 soll den Arbeitgebern insgesamt Zeit für eine steuerbegünstigte Abwicklung schaffen. Der Steuerfreibetrag von max. 1.500 Euro je Dienstverhältnis bleibt unverändert.

Steuerliche Aspekte für Berufstätige

Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab Januar 2022 auf 9,82 Euro brutto pro Stunde und zum 01. Juli 2022 auf 10,45 Euro und ab dem 01. Oktober voraussichtlich auf 12,00 Euro.

Rückwirkend ab dem Jahr 2020 wurde eine Home-Office-Pauschale eingeführt, die auch in 2022 weiter gilt. Diese beträgt fünf Euro pro Tag, maximal aber 600 Euro im Jahr. Dieser Betrag wird jedoch in die allgemeine Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro mit eingerechnet.

Ab dem 21. Entfernungskilometer Ihres Arbeitswegs gibt es für Berufspendler von 2021 bis 2023 eine höhere Pendlerpauschale von 35 Cent statt bisher 30 Cent. Ab 2024 bis 2026 erhöht sich diese dann weiter auf 38 Cent.

Hinweise für Unternehmer zur Buchführungspflicht

Die Umsatzgrenze zur Festlegung der Buchführungspflicht wird auf 600.000 Euro erhöht und damit an die Grenze zur Zulässigkeit für die Ist-Besteuerung nach dem Umsatzsteuergesetz angepasst.

Familienförderung

Das Kindergeld beträgt seit Januar 2021 unverändert 15 Euro je Monat und Kind auf 219 Euro erhöht. Für das dritte Kind werden 225 Euro ausbezahlt und 250 Euro für jedes weitere Kind.

Der Entlastungsfreibetrag für Alleinerziehende, d.h. wenn im Haushalt eines Alleinerziehenden keine weitere erwachsene Person lebt, wird ab 2020 ohne zeitliche Befristung um 2.100 Euro auf 4.008 Euro angehoben.